Griechenland

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Schon seit der Antike ist die Kunst ein integraler Bestandteil des griechischen Lebens. Heute werden die klassischen griechischen Dramen im Sommer in denselben Theatern aufgeführt, in denen sie auch früher gespielt wurden. Das Erbe griechischer Literatur umfasst Gedichte, Dramen, philosophische und historische Abhandlungen sowie Reisebeschreibungen. Die westliche Manie für Logik und Ideen kann direkt auf die Gedanken antiker griechischer Philosophen wie Sokrates, Platon und Aristoteles zurückgeführt werden und auch die westlichen Naturwissenschaften, Künste und politischen Ideen sind fest in der griechischen Klassik verwurzelt. Heute ist der Romancier Nikos Kazantzakis der meistgelesene griechische Autor. Im modernen Griechenland gibt es eine lebendige dichterische Tradition, zu der die Nobelpreisträger Giorgos Seferis und Odysseas Elytis gehören. Auch bei den bildenden Künsten existiert eine blühende Szene und traditionelle Volkskunst wie Stickerei, Weberei und Teppichknüpfen leben weiterhin fort. Der Musikstil Rembetika mit seinen Liedern über Armut und Not war unter der Militärdiktatur verboten, erfreut sich inzwischen aber wachsender Beliebtheit bei jungen Leuten. Der bekannteste Filmregisseur des Landes ist Theo Angelopoulos, zu dessen Streifen "Die Wanderschauspieler" (1975) und "Die Ewigkeit und ein Tag" (1998) gehören.

Mit einer 4000-jährigen mündlichen und 3000-jährigen schriftlichen Tradition ist die griechische Sprache wahrscheinlich die älteste in Europa. Heute bilden aus dem Griechischen entlehnte Wörter einen großen Teil des Wortschatzes einer jeden indoeuropäischen Sprache sowie einen großen Teil des Vokabulars in allen wissenschaftlichen Disziplinen. Das moderne Griechisch ist eigentlich ein südlicher Dialekt, der zur Standardversion avancierte und sich erheblich vom so genannten Katharevussa unterscheidet. Diese Sprachform basiert auf dem antiken Griechisch und wurde von verschiedenen puristischen, rechtsgerichteten Regimen im Verlaufe des 20. Jahrhunderts als Amtssprache verordnet. Man findet diese Kunstsprache noch immer in der Wissenschaft sowie auf Straßenschildern, was für Touristen sehr verwirrend sein kann.

Ungefähr 98% der Griechen sind griechisch-orthodoxe Christen; der Rest der Bevölkerung ist entweder römisch-katholischen, jüdischen oder muslimischen Glaubens. Religion ist ein wichtiger Bestandteil des griechischen Alltags und der Jahresablauf wird von den Feiertagen des Kirchenkalenders bestimmt.

Ein Großteil der kulinarischen Köstlichkeiten Griechenlands kann bis in die Zeit der 400 Jahre langen türkischen Herrschaft zurückverfolgt werden, insbesondere Vorspeisen wie tsatsiki und in Zitronensaft und Olivenöl eingelegter Tintenfisch. Günstige Snacks, z. B. souvlaki oder spanikopita, eine Spinat-Käse-Teigtasche, findet man praktisch an jeder Ecke. Zu den beliebtesten Hauptgerichten gehören pastitio (überbackene Makkaroni mit Hackfleisch und Béchamel-Sauce), gefüllte Tomaten und gegrillte Meeresfrüchte. In den meisten Restaurants gibt es choriatiki salata, einen Bauernsalat, der mit Kopfsalat, Gurken, Tomaten, Schafskäse und Oliven zubereitet wird. Griechischer Jogurt ist absolut traumhaft und wird besonders gerne mit einem Klecks Honig verfeinert. Der alte Witz von der griechischen Frau, die ihrem Mann zuruft: "Komm und iss dein Mittagessen, sonst wird es warm!", ist alles andere als ein Scherz - die Mahlzeiten werden in Griechenland normalerweise lauwarm serviert.

Weitere Regionen

Preisniveau

Übernachtung

  • Billigunterkunft:€20-80
  • Hotel mittlerer Kategorie: €80-200
  • Luxushotel: ab €200

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: €5-15
  • Restaurant mittlerer Kategorie: €15-30
  • Luxusrestaurant: ab €40

Währung

Euro (€)


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